Gelenke & Sehnen


Gelenke

Gelenke ermöglichen dem Körper die Beweglichkeit und bilden die Verknüpfungen zwischen den Knochen. Dies ist beispielsweise im Knie der Fall, wo Ober- und Unterschenkelknochen durch das Gelenk verbunden sind. 

 

Ein Gelenk besteht dabei immer aus einem Gelenkkopf und einer Gelenkpfanne. Diese beiden Bestandteile passen gut zusammen und sind mit einer schützenden Schicht, dem Knorpel, bedeckt. Der Knorpel hat eine glatte Oberfläche. Diese dient als Gleitfläche während des Bewegungsablaufs. Das Knorpelgewebe besteht aus Knorpelzellen. Diese bilden die Knorpelgrundsubstanz, welche Wasser binden kann und ihm eine zähe und elastische Beschaffenheit verleiht. Der Knorpel sorgt dafür, dass der Knochen nicht verletzt wird.

 

Das Gelenk wird von einer Gelenkkapsel umschlossen. Der dadurch entstehende Raum ist mit Flüssigkeit, der Synovialflüssigkeit oder auch sogenannten Gelenkschmiere, gefüllt. Diese Flüssigkeit enthält neben Nährstoffen für den Knorpel auch natürliche Hyaluronsäure und bildet das Gleitmittel für die Gelenke. Dabei trägt die Hyaluronsäure einen wesentlichen Beitrag zur reibungslosen Funktion des Gelenks bei. Darüber hinaus schützt es den Knorpel vor Verschleiß.

 

Auf den Gelenken kann sehr hoher Druck lasten. In unserem Körper befinden sich 143 Gelenke, die für unsere Bewegungsfähigkeit notwendig sind. Diese Beweglichkeit wird durch die Beschaffenheit von Knorpel und Gelenkschmiere gemeinsam mit der darum befindlichen Muskulatur ermöglicht. Unsere Gelenke ermöglichen alle unsere täglichen Bewegungen, sei es nun Gehen, Sitzen oder den Arm anzuwinkeln.

Sehnen

Sehnen und Bänder an den Gelenken ermöglichen den Körper zu halten und zu bewegen. Sie übertragen die Kraft der Muskulatur auf das Skelett und bilden die Verbindung zwischen Muskeln und Knochen. Gemeinsam mit den Knochen, Muskeln und Gelenken bilden sie den Stütz- und Bewegungsapparat des Menschen. 

 

Um das Skelett zu bewegen, übertragen Sehnen die Kraft der Muskeln auf unsere Knochen. Sie befestigen den Muskel an mindestens zwei Punkten, Ursprung und Ansatz, am Skelett. Die Kraftübertragung eines Muskels wird über die zugehörige Sehne ermöglicht. Während einer Bewegung zieht sich der Muskel zusammen. Dabei leitet er einen Zug an die Sehne weiter. Die Sehnen geben diesen Zug auf den Knochen weiter, wodurch Bewegungen ausgelöst werden (z. B. Arm heben). Je nach Ort im Körper kommt es zur Beugung oder Streckung. Eine Sehne überzieht ein oder mehrere Gelenke.

 

Sie bestehen aus parallel verlaufenden Bindegewebsfasern, dem kollagenen Bindegewebe und sind von einem schützenden Sehnengleitgewebe umgeben. Die Fasern sind zu Bündeln zusammengefasst. Außen wird die Sehne von der sogenannten Sehnenhaut (Peritendineum) umgeben.Teilweise stehen die Sehnen unter hoher Spannung (z. B. im Handgelenk) und werden deshalb zusätzlich durch eine Sehnenscheide geschützt. Die Sehnenscheiden sind flüssigkeitsgefüllte Gleitröhren und befinden sich dort, wo Sehnen abgewinkelt über Knochenvorsprünge verlaufen. Dabei ermöglicht die Flüssigkeit in der Sehnenscheide eine deutliche Verringerung der starken Reibung zwischen Sehne, Knochen und dem umgebenden Gewebe.

 

Kommt es über einen längeren Zeitraum zu einer übermäßigen oder einseitigen Belastung, kann dies zu schmerzhafte Entzündungen und Sehnenerkrankungen führen. Im Bereich der Sehnen gibt es nur wenige Blutgefäße und Nerven. Deshalb können sie relativ schlecht regenerieren und heilen.